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ASTA-Jugendzentrum - Jahresbericht 2018

 


 
Vertrauen ist das wertvollste Geschenk,
das man machen kann.
Liebe das Schönste !


 
Asta Zentrum 2018 Jahresbericht
Wenn ich gefragt werde, wie ich das Asta Zentrum jemandem beschreiben würde, der es nicht kennt, sagen wir oft: Stell dir ein gemütliches Sofa vor. Ein Sofa, auf dem all die Kinder, die wir betreuen, sich einfach mal niederlassen können. Wo sie sich wohl und verstanden fühlen dürfen. Wo sie der Gewalt entgehen können, die vielen von Ihnen zu Hause widerfährt. Ein Sofa, an dem sie mit gleichaltrigen Kindern eine warme Mahlzeit bekommen, und wo Ihnen nicht nur mit Hausaufgaben, sondern mit ihrem sozialen Leben geholfen wird. Und auf dieses Sofa namens Asta können wir alle wirklich stolz sein – seit 10 Jahren, in denen wir alle zusammen durch dick und dünn gegangen sind, auch wenn es nicht immer leichtgefallen ist. Ein Sofa made in Österreich und Albanien.
Dieses Jahr war sicher kein einfaches für das Zentrum. Die soziale Lage in Albanien hat sich deutlich verschlechtert, seitdem die Anzahl der Abschiebungen von Flüchtlingen aus westlichen Ländern sich im Laufe des letzten Jahres deutlich erhöht hat. Viele unserer Kinder gehören zu den Gruppen der abgeschobenen Flüchtlinge. Wie können wir ihnen helfen, ihre teils traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten, und an ihr vorheriges Leben in Albanien wieder anzuknüpfen? Dies sind Fragen, mit denen wir uns täglich auseinandersetzen.

   


 
Zusätzlich haben wir dieses Jahr einen sehr kalten Winteranfang erlebt. Mit Herz und Seele und Armschmalz haben wir alles daran gesetzt, unseren Kindern ein warmes zu Hause zu bieten. Dazu gehörte auch, Lebensmittel und Holz zum Heizen an deren Familien zu verteilen, um ihnen zu helfen, den Winter zu überstehen. Natürlich war auch unsere Küche ein Highlight – denn vor allem in der Kälte lieben alle ein warmes Mittagessen, welches täglich mit Sorgfalt vorbereitet wird.
Wir können sehr stolz auf unsere Kinder und Mitarbeiter sein, denn das Schuljahr 2017/18 haben unsere Schüler mit durchschnittlich sehr guten Noten gemeistert. Eines unserer Ziele für dieses Jahr war, den Kindern neben dem allgemeinen Wissen, welches wir durch Hausaufgabenbetreuung etc. vermitteln, auch Vertiefungskurse in speziellen Fähigkeiten anzubieten. Zum Beispiel hat Kola dieses Jahr Computerkurse angeboten, in welchen einfache Textverarbeitungs- und Internetfähigkeiten, aber auch einige tiefergehende Themen vermittelt wurden. Romila hat mit den Kindern durch Theater- und Rollenübungen emotionale Ausdrucksweisen geübt.  Angela hat mit den Kindern Fremdsprachen wie deutsch und englisch geübt und einen Diskussionskreis ins Leben gerufen. Luci hat neben ihren Erfahrungen als Lehrerin auch ihre Kochkünste eingebracht und Kochkurse mit den Kindern gemacht; Rita hat den Kindern spielerisch Gärtnerei und Handarbeiten beizubringen. Frida und ihr Talent für Bastelei und Malen sind bei den Kindern sehr beliebt – zum Beispiel haben sie zu Muttertag, Ostern, und vielen weiteren Anlässe gebastelt. Orieta hat neben dem Nachhilfeunterricht mit den Kindern und Jugendlichen Erste-Hilfe Kurse gemacht, und ihnen wichtige Fähigkeiten vermittelt.
Zusätzlich haben wir auch unsere Arbeit mit den Familien weitergeführt: Wie jedes Jahr luden wir am 08. März alle Mütter zu einem Treffen ein, bei dem sie sich austauschen konnten uns sich als Mütter und Frauen fühlen konnten. Regelmäßig organisierten wir Events, bei denen wir mit den Eltern bei Kaffee und Kuchen Anregungen zur Erziehung gaben und rege Diskussionen anregten.
Des Weiteren haben wir dieses Jahr auch viele besondere Veranstaltungen organisiert. Eines der Highlights war definitiv unsere Zusammenarbeit mit dem lokalen Fotografiemuseum Marubi, in welcher unsere Kinder sich als Fotografen betätigen konnten.

 


 
Zum internationalen Kindertag trugen wir in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Shkodra mit unserem … bei. Wir nutzten das lokale NGO Netzwerk, um unseren Kindern Möglichkeiten zu bieten, sich ehrenamtlich und teils mit kleiner Entlohnung engagieren zu können.

   


 
Besonders beliebt – wie jedes Jahr – war unser Sommercamp in den Bergen und am Meer, wo unsere Kinder frei von Armut und Druck vonseiten der Familien und Gesellschaft mit einander Kinder sein konnten. Andere Ausflüge gingen zum Beispiel in die Berge zum Kastaniensammeln und Grillen. Zu Weihnachten haben wir dieses Jahr in einer Backaktion Kuchen und Kekse gebacken und diese an bedürftige Menschen in Shkodra sowie Einrichtungen für behinderte Menschen verschenkt.  

   

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Leider verlief das Jahr nicht so wie wir uns das vorgestellt haben. Unserer Leiterin Frida ging es eine Weile nicht so gut, sie ist noch immer in Therapie. Wir wünschen ihr gute Besserung und schnelle Genesung,  dass  sie so bald wie möglich wieder voll bei uns sein kann.
Wir möchten uns an der Stelle bei allen Leute bedanken, die uns  seit über 10 Jahren finanziell unterstützt haben und durch ihre  Besuche  ihr Interesse gezeigt haben.                        
Besonderen Dank sagen wir dem Crossing Boarder- Team (Firma Omicron), sowie dem Verein “Schüler helfen Schülern” und jedem einzelnen Spender, die es möglich machen, unser ASTA-Jugendzentrum am Leben zu erhalten.
Danke auch allen Leuten, die uns täglich ihr Vertrauen schenken, vor allem Ursula und Paul Wohlgenannt die uns nicht nur ihr Vertrauen schenken und uns finanziell unterstützen sondern uns auch mit Herz und Seele begleiten.
Danke an alle, wir halten fest zusammen in guten wie in schlechten Zeiten!
Wir wünschen  allen ein wunderschönes Jahr 2019 mit viel Gesundheit, Liebe und Harmonie
Das ganze ASTA- Team
Angela Luka (Stellvertreterin)


Asta- Jugendzentrum 2016 Shkoder, Albanien
 
Liebe Freunde!

Erst wünschen wir Euch von Herzen, dass ihr alle gesund ins neue Jahr gekommen seid. Wir haben trotz ein paar - vom Frost verursachten - Problemen den Jahresanfang gut überstanden, und seit zwei Wochen läuft der Unterricht regelmäßig. Durch gefrorene Wasserrohre entstand ein Rohrbruch und verursachte einen enormen Wasserschaden. Am zweiten Sonntag des Januars stand das ganze Zentrum unter Wasser. Wir haben den Hausbesitzer sofort benachrichtigt und nach Absprache mit ihm uns bereit erklärt, die Hälfte der entstandenen Kosten (Versicherung gibt es keine) zu übernehmen. Durch die Hilfe der Mitarbeiter und der Jugendlichen konnte das Zentrum relativ schnell trockengelegt werden. Somit konnte der normale Unterricht recht schnell wieder stattfinden.
Anbei erhaltet ihr den Jahresrückblick für das vergangene Jahr. Gerne möchten wir euch noch einige wichtige Momente im Zentrum erläutern von den Anfängen bis heute.
Als wir vor einigen Jahren gefragt wurden, ob wir ein Kinder-Jugendzentrum leiten möchten und es in der Zukunft auch betreuen würden, hatten wir gemischte Gefühle.
Einerseits fanden wir die Idee fantastisch, etwas Gutes für verarmte und vernachlässigte Kinder zu tun, aber anderseits hatten wir große Ängste. Wir waren uns unsicher, ob wir in der Lage sind so ein großartiges Projekt professionell zu leiten, da uns klar war, dass es uns teilweise auch gefühlsmäßig an unsere Grenzen bringen wird.


 
Gott sei Dank bewegte sich alles in die richtige Richtung und auf einmal standen wir vor einer unglaublich großen Aufgabe: Wir müssen Kinder schützen, sie durch die Welt tragen und ihnen Wurzeln geben. Leider mussten wir feststellen, dass manche Kinder Eltern haben, die selbst hilflos sind, die nicht weiter wissen und – aus welchen Gründen auch immer – für ihre Kinder nicht mehr psychisch und manchmal auch physisch da sein können, um deren tägliche Bedürfnisse abdecken zu können.
Wir standen vor dieser Aufgabe und haben in den Jahren versucht diese Herausforderung bestens zu meistern, neue Wege zu gehen, um unser Ziel zu erreichen.
Am Anfang haben wir uns ein Ziel gesetzt: Durch die Arbeit, durch neue Herausforderungen, durch Aktivitäten und durch viele Gespräche das Leben der Kinder zu verbessern. Wir wollten für sie eine kleine Familie sein, die immer ein offenes Ohr hat, eine warme Schulter gibt zum Anlehnen, um ihnen ein gutes Netzwerk anzubieten, damit die Chancen für eine gute Zukunft erhöht werden. Denn alles was wir tun, gibt nur Sinn, wenn wir damit weiterhin jedes einzelne Kind und Jugendlichen Glück und Hoffnung für den weiteren Lebensweg mitgeben können. Dafür werden wir auch weiterhin mit aller Kraft arbeiten!

Eine der primären Aufgaben vom ASTA-Zentrum ist die Hausaufgabenbetreuung. Unsere große Herausforderung ist es, die Kinder und Jugendlichen dabei zu unterstützen und mit ihnen gemeinsam die Problemfälle zu meistern. Die guten Schulnoten der Kinder sind für uns eine Bestätigung für unsere Arbeit und für die Kinder ein Grund stolz auf sich zu sein.

   


 
Eine wichtige Aufgabe für uns ist es,  den Kinder ein Zuhause anzubieten, einen Ort wo sie sich wohl, geliebt und geborgen fühlen. Eine gute Atmosphäre zu schaffen und eine warme Mahlzeit anzubieten, z.B. einen leckeren Obstsalat, was für die meisten Kinder zu Hause ein unbezahlbarer Luxus ist. Wir versuchen den Kindern das nicht nur anzubieten, sondern sie auch zum Mitmachen aufzufordern.  

   


 
Wir wurden im Jahr 2016 mit neuen Problemen konfrontiert.  Viele Familien wurden aus verschiedenen EU Ländern abgeschoben und mit Vernunft und viel Kraft versuchten wir für jedes Kind eine Lösung zu finden. Erst mussten die Schulen kontaktiert werden, um sie wieder einzuschulen, dann mussten neue Bücher gekauft und die verlorenen Unterrichtstunden nachgeholt werden. Die abgeschobenen Kinder kommen aus sehr armen Verhältnissen, aus Familien mit vielen Konflikten, und sie mussten auch mit den Depressionen der Eltern kämpfen. Unsere Aufgabe war es für ein paar Stunden den Kindern einen sicheren Ort anzubieten und ihre Welt etwas liebevoller und menschlicher zu machen.  


 
Wir haben in diesem Jahr besonders viele Aktivitäten gemacht mit dem Ziel, dass die Kinder sich zwar amüsieren und eine gute Zeit haben, aber auch versucht durch Spiele und Gespräche das Zusammensein aus einer anderen Perspektive zu zeigen. Wir wünschen uns und hoffen sehr, dass sie das Gelernte für ihr zukünftiges Leben anwenden und dass sie sich für eine richtige Arbeit und eine liebevolle Familie entscheiden. Dazu dient auch unser jährliches Sommercamp, wo wir letztes Jahr in den Bergen waren. Es wurde nicht nur gespielt und gewandert, sondern wir haben viel Wert auf Gespräche gelegt, wo wir soziale Themen behandelt haben. Die Zeit im Camp und das Zusammensein ist für die Kinder etwas ganz Besonderes, denn wenigstens für eine Woche können die sich aus den alltäglichen Problemen in den eigenen Familien entziehen, wo oft Gewalt, Traurigkeit und Armut herrschen.  

   


 
Dieses Jahr hatten wir die Möglichkeit eine Woche am Meer zu verbringen, was für die Kinder etwas ganz Einzigartiges war. Wir haben in dieser Woche viele Wasser- und Sandspiele organisiert und damit auch die Kinder zu Bewegung und  Fröhlichkeit motiviert.

   


 
Kinder und Jugendliche wollen als eigenständige Personen wahrgenommen werden. Damit bieten wir ihnen eine zusätzliche Beständigkeit und zeigen ihnen, dass sie sich in jeder Situation auf uns verlassen können. Genau das fördern wir! Wir binden sie in Entscheidungen ein und übertragen ihnen Verantwortung – natürlich entsprechend ihrem Alter und ihrer Entwicklung. So können sie sich aktiv in das Zentrum einbringen und dabei ihre individuellen Stärken entwickeln. Und auch hier gilt unser Ansatz: Wir sind für euch da!

   


 
Ein weiterer Schwerpunkt ist für uns die Arbeit mit den Eltern, denn sie bleiben immer Eltern und damit eine wichtige Quelle für die Kinder. Wir versuchen jährlich die Mütter einzuladen und mit ihnen Themen zu behandeln, die hauptsächlich mit Familie, Erziehung, Liebe und Geborgenheit zu tun haben.

Wichtig für uns sind die jährlichen Aufführungen. Für die Kinder sind sie eine große Motivation etwas Neues zu lernen, sich bestens vorzubereiten und die Gäste aus Österreich zu überraschen. Sie erwarten ganz gespannt die Besucher und wollen sich durch die Aufführung auf ihre Weise bedanken.

   


 
Eine weitere wichtige Aufgabe ist es die Kinder und Jugendlichen in das Astaleben einzubinden und sie auch so ein Stück auf ihre Zukunft vorzubereiten. Nach einiger Zeit im Asta- Zentrum müssen sie fähig sein vieles richtig zu machen, müssen Eigenständigkeit beweisen und Liebe und Vertrauen zu- einander zeigen. Wir wünschen uns, dass sie in Zukunft recht stolz sagen können: „Ich kann mein Leben selbst in die Hand nehmen und werde nie von jemandem, der auf mich Gewalt ausübt, abhängig sein“.

Wir hoffen, dass ihr an unserem Leben etwas Teil haben konntet und auf viele erfolgreiche, gemeinsame Jahre wo wir gemeinsam viele glückliche Kinderaugen zaubern konnten.  


 
Wir wünschen jedem von euch Gesundheit, Zufriedenheit und ganz viel Liebe in diesem Jahr. Unser Dank gilt daher allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich immer wieder in den Dienst der guten Sache stellen. Aber das Wichtigste ist eure finanzielle und moralische Unterstützung. Ohne die finanziellen Mittel zahlreicher SpenderInnen und Sponsoren wären die vielen Projekte der letzten Jahre einfach nicht möglich gewesen.  Ein ganz besonderer Dank geht an zwei unermüdliche Leute, Ursula und Paul Wohlgenannt, die jährlich ihre Ferien  für unser Projekt geopfert haben. Sie waren immer für uns da in guten wie in schlechten Zeiten, mit Ratschlägen und Tipps. Sie haben nicht nur das Astazentrum durch ihre Besuche bereichert und erfreut, sondern haben sich unglaublich durch die Besuche in den Häusern der Kinder engagiert! Ganz besonders möchten wir auch dem Verein „Crossing Borders“(Firma Omicron) danken, die sich für uns immer so einsetzt nicht nur als Sponsor, sondern auch persönlich durch die Besuche und die guten Ratschläge.
Ganz herzlichen Dank an jeden Spender und gleichzeitig den Appell, mit dieser Hilfe niemals aufzuhören!  

Vielen lieben Dank für Alles
Das Astateam




Jahresbericht 2015
 
Qendra Rinore “ASTA”
L.Perlat Rexhepi
Rr. Luigj Gurakuqi
Tel: 00355 673071798
E-Mail: jugendzentrumasta@gmail.com
Website: www.shs-albanien.at

  

 


Sommercamp am Meer
 
Liebe Albanienfreunde!
Vor ein paar Tagen bekamen wir die freudige Nachricht, dass unsere Kinder vom ASTA-Jugendzentrum für drei Wochen von den Maltesern zu einem kostenlosen Sommer-Camp am Meer eingeladen wurden.
Orjeta, eine Mitarbeiterin bei ASTA arbeitet in Teilzeit bei uns, die andere Zeit bei den Maltesern. Durch ihre Fürsprache ist das möglich geworden. Wir freuen uns sehr, dass die Kinder dank Orjeta und dem Malteser-Hilfswerk eine behütete und fröhliche Sommerzeit verbringen durften.
Orjeta hat uns zwei Fotos geschickt, die wir gern an sie weiterleiten wollen!
Wir wünschen weiterhin einen schönen Sommer und erholsame Ferien!
Ursula und Paul

   


Liebe Freunde!
 
Erstmal wollen wir uns für den verspäteten Jahresbericht/ 2015 entschuldigen. Wir mussten uns an eine neue Situation anpassen.
Einerseits hat sich für die Hilfsorganisationen viel geändert. Der Staat versucht, wo es moeglich ist, Geld zu kriegen, deswegen mussten wir uns an das neue System anpassen, und das zweite Problem sind die zurückgeschobenen Flüchtlinge. Am Ende des Jahres sind ca. hunderttausend Flüchtlinge zurückgekommen. Wir sind mit vielen Kindern persoenlich zu den Schuldirektoren gegangen, haben Gespräche geführt und sie gebeten, die Kinder wieder  aufzunehmen. Es war eine enorme Notsituation nicht nur für uns, sondern auch für die Schulen und die Lehrer.
Gott sei Dank sind die Kinder jetzt alle in den Schulen untergebracht und mit Büchern und Heften ausgestattet.
Albanien ist das Land der Adler, Adler mit Flügel heißt es, aber leider hat sich in diesem tollen Land ganz viel falsch entwickelt. Die Armen sind noch ärmer geworden, und die Reichen werden immer reicher auf Kosten der Armen. Eltern sollten eigentlich den Kindern Flügel geben, aber wenn sie selbst keine Flügel haben, wenn die Eltern müde sind und keine Kraft haben die eigenen Kinder zu betreuen und zu lieben. Wir versuchen so gut es geht diese Aufgaben zu übernehmen. Es ist nicht so einfach bei der großen Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die wir haben, aber wir versuchen jedem, so gut es geht, gerecht zu werden. Eine große Aufgabe für uns ist es auch, die Kinder immer wieder aufzubauen und Liebe und Geborgenheit zu schenken. Etwas, was ihnen sehr fehlt.


 
Zusammen Ostern zu feiern ist eine Besonderheit und alle Kinder freuen sich...

   


 
Wir hatten im letzten Jahr über 45 Kinder und jedes Kind hatte besondere Probleme.
Arsida und ihre Familie (zu fünft), alle schliefen am Boden, dem Mädchen mit 14 Jahren fehlten alle Vorderzähne. Dank eurem Projekt sieht sie jetzt ganz anders aus, hat ein viel stärkeres Selbstbewusstsein, besucht eine Kochmittelschule und sie LÄCHELT endlich.

   


 
Wir freuen uns sehr für sie, denn wir haben ihr ein neues Leben  geschenkt und wir hoffen, dass sie in Zukunft alles erreichen kann, was sie sich vorgenommen hat.

Wir wollen euch die neuen Kinder vorstellen. Die Eltern kamen zu uns und baten uns ihre Kinder in unserem Projekt aufzunehmen. Wegen Platzmangel können wir leider nicht alle aufnehmen. Es ist eine sehr schwierige Aufgabe für uns zu entscheiden, welche Kinder wir aufnehmen können. Eigentlich sind die alle hilfsbedürftig und brauchen unsere Hilfe. Es fiel uns sehr schwer, diese Entscheidung zu treffen.


 
Besjona und ihr Bruder Denis kommen aus einer sehr armen Familie, beide Eltern, Mutter und Vater sind gehörlos.


 
Wir haben auch die anderen Familien besucht und stellten mit Erschrecken fest, dass sie nicht nur sehr arm waren. In den meisten Familien spielen die psychischen Probleme der Eltern eine große Rolle.

Der Tagesablauf bei uns ist sehr bunt. Zuerst steht das  Kochen an, dann lernen wir mit den Kindern und am Schluss finden die verschiedenen Kurse (Italienisch, Deutsch, Englisch und Computer) statt. Was uns aber sehr wichtig ist und das  versuchen wir so oft es geht mit den Kindern und Jugendlichen zu machen, ist zu reden. Die Probleme sind bei den meisten sehr präsent und wir merken auch, wenn sie etwas beschäftigt und das Bedürfnis haben, mit uns zu reden. Dann versuchen wir in Einzelgesprächen darüber zu reden, zuzuhören und mögliche Ratschläge zu geben.

Ein tolles Erlebnis war unser Ausflug an den See. Die Kinder hatten sehr viel Spaß und konnten sich freier und glücklicher fühlen. Viele von ihnen waren ja nie am See und es war etwas Wunderbares, zusammen zu feiern, zu essen, zu toben und zu wandern.
                                

   


 
Das wichtigtse bei uns ist lernen und zwar spielerisch lernen:

   


 
Der Hoehepunkt des Jahres war der Ausflug in die Berge und am Schluss ein Tag am Meer. Die Kinder durften sich eine Woche wie Kinder fühlen, hoch in den Bergen spielen und toben,  ohne Angst. Sie konnten einfach glücklich über das "Zusammensein" sein, wie in einer großen Familie. Danke Sr. Gertrud und dem Klostermarkt Bludenz, dass das möglich war!

   


 
Das Astateam und ein paar Kinder und Jugendliche waren auch auf dem österreichichen Fest in Shkodra eingeladen. Wir haben unser Projekt präsentiert. Viele waren fasziniert von diesem kleinen Projekt mit so vielen tüchtigen Leuten.


 
Aber unser Projekt besteht auch darin “das Miteinander teilen”. Wir verteilen oft Pakete mit Lebensmitteln für die ärmsten Familien. Sie sind so froh und unglaublich dankbar etwas zu bekommen. Bei vielen Familien mangelt es an allem. Wir versuchen natürlich zu erkennen, was unbedingt notwendig ist.  

   


 
Ein ganz wichtiger Aspekt ist unserer Arbeit mit den Familien, vor allem der Kontakt zu den Müttern. Sie sind diejenigen, die die Familien ernähren müssen. Wir versuchen so gut wie möglich die Mütter einzuladen, zu versammeln, versuchen mit ihnen über die Probleme zu reden und womöglich auch Ratschläge zu geben und Lösungen zu finden.  

   


 
Am Schluss fand unser Weihnachtsfest statt. Alle Kinder und Jugendlichen waren fasziniert. Danke an alle Spender, dass wir den Kindern einen großen Wunsch erfüllen konnten: Ein richtiges Weihnachtsfest mit Clowns und leckerer Pizza.  

   


 
Ein besonderer Höhepunkt war unser wunderschöner Tag auf dem  Schloss. Die Kinder haben sich nicht nur amüsiert, sondern auch viel über seine Geschichte erfahren.


Ein ganz großer Schritt ist die Patenschaft für die Mutter mit den 4 Töchtern (wo der Vater im Gefangniss saß, aber jetzt wieder frei ist).
Heuer,2016, wurde er wegen Einbrüchen und Gewalt in der Familie zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt.

   


 
Wir führen seit acht Jahren ein sehr sinnvolles Projekt. Viele Kinder sind zu Jugendlichen geworden und haben einen eigenen Weg genommen, viele machen uns stolz auf das, was sie geworden sind, einige haben sogar den schweren Weg zu studieren eingeschlagen. Nichts wäre möglich ohne die wundervolle Arbeit und Unterstützung von jedem von euch,
Danke von Herzen an Ursula und Paul, Crossing Borders (Fa. Omicron), allen Mitarbeitern und jeder einzelnen Person, die uns mit dem Herzen und materiell unterstützt haben. Ihr habt uns immer einen Grund gegeben und uns immer gestärkt weiter zu machen, auch wenn es nicht immer so rosig war. Unsere Aufgabe ist weiter zu machen, denn jeder Tropfen Wissen und Liebe zaehlt.

Das ASTA-Team