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Jahresbericht 2011
 
Liebe Freunde!

Wir möchten uns erstmal ganz herzlich bei euch bedanken. Das Jahr 2011 war ein sehr schönes, ereignisreiches Jahr. Wir hoffen noch auf viele schöne, gemeinsame Jahre.

Mit dem vorliegenden Bericht haben wir euch eine Übersicht der Ergebnisse eurer und unserer Arbeit hier in unserem Jugendzentrum "ASTA" erstellt.

Unser Zentrum bietet momentan 37 Kindern und Jugendlichen einen angenehmen Ort, wo sie sich wohlfühlen können und wo ihnen ein sinnvolles Lernen angeboten wird. Die Kinder und Jugendlichen werden von uns auch jeden Tag verpflegt.
In diesem Jahr haben wir mehrere Kinder aufgenommen, bei denen die ökonomische und soziale Situation sehr schlecht war.
Oft schämen sich die Kinder am Anfang, denn Armut ist keine leichte Kost. In der Schule werden sie oft schlecht behandelt, werden allein gelassen und finden keine Freunde. Wenn sie zu uns kommen, fangen wir bei ganz einfachen Sachen an, wie z.B.das Zusammenleben im Zentrum, wie wir miteinander umgehen und kommunizieren, wie man am Tisch sitzt und wie man sich gegenüber Freunden verhält. Meistens haben sie das nie gelernt. Es ist nicht einfach, das zu begreifen und zu verinnerlichen. Viele erleben zu Hause nur Gewalt und Schreierei, für sie ist diese Ruhe und das rücksichtsvolle Zusammenleben im Astazentrum etwas Idyllisches. Für uns ist es sehr wichtig, dass alle Kinder die gleichen Chancen im Leben bekommen. Wir hoffen sehr,dass sie in der Zukunft ein besseres Leben haben werden und keine Spur der Benachteiligung bleibt.

Dazu werden noch 4 Familien mit Lebensmitteln und Kleidung unterstützt. Es ist nicht so, dass wir einfach nur Lebensmittel und Kleider verteilen. Wir versuchen, wo es möglich ist, mit den Eltern und den Kindern zu reden,denen auch zu erklären, dass es keinen Sinn macht, nur auf fremde Hilfe zu hoffen, sondern dass die Zukunft nur denen gehört, die selbst etwas dafür tun. Uns ist es sehr wichtig, dass sie die Hilfe nicht als selbstverständlich betrachten.

Durch die Hilfe unserer Sponsoren wurden die Elternhäuser von Liljana und von Joana etwas renoviert. Um das ganze zu vervollständigen, haben wir noch private Sammelaktionen durchgeführt und für die Familien Möbel, Bettzeug, Geschirr und Kleidung gesammelt. Die Häuser sehen jetzt viel besser aus, und wir schauen auch immer dazu, dass das auch so bleibt.

Ein ganz besonderer Fall war dieses Jahr Lavdije. Sie ist eine sehr nette, ziemlich verwahrloste Mutter, die leider ohne irgendwelche staatliche oder private Unterstützung ganz allein zwei bildhübsche und sehr intelligente Mädchen versorgen und großziehen muss. Als wir sie kennengelernt haben, stand die ganze Familie in einer ganz schrecklichen Situation. Sie schliefen am Boden, hatten außer ein paar alten Töpfen und Geschirr gar nichts. Durch eure Unterstützung, die Arbeit der Jugendlichen und unserer Arbeit geht es der Familie jetzt viel besser. Sie haben ein gemütliches Zimmer mit Möbeln, Matratzen, Betten, Fernsehen, Möbel für die Küche, einen Backofen, ein Sofa und einiges mehr, was sie dringend brauchten. Es ist so schön zu sehen, was für tolle Projekte mit den Spenden unterstützt werden und wie man den Menschen Freude bereiten kann.

Ein ganz besonderes Ereignis war der Film von Ferdinand Mähr: Albanien "Auf dem Weg nach oben". Wir alle möchten Ferdi ganz herzlich danken für den wunderschönen Film. Er hat mit seiner sanften und realen Sicht der Dinge die Situation in Albanien bestens geschildert. Wir haben ihn gemeinsam mit den Kindern angesehen.

Wir haben momentan ein Problem, was uns große Sorgen bereitet. Ein neues Phänomen bei uns sind Alkohol und Drogen bei Jugendlichen. Wir haben mit den Kindern und Jugendlichen das Thema mehrfach behandelt und besprochen, und am Schluß war "ASTA" sogar ein Teil von einem Projekt gegen Drogen in Shkodra. Wir alle nahmen an den Seminaren teil und wir hoffen sehr, dass sie verstanden haben, was Drogen und Alkohol mit Menschen machen, und wie schlimm eine solche Sucht ist. Wir hoffen natürlich sehr, dass sie in der Zukunft richtig handeln und sich nicht von anderen beeinflussen lassen.

Die Arbeit im Zentrum besteht aber nicht nur aus dem theoretischen Teil wie Unterricht, verschiedene Themen behandeln, gemeinsame Gespräche führen, sondern auch aus einem praktischen Teil. Das Sommercamp war eine sehr gute Erfahrung für uns alle. Wir haben nicht nur Sprachkurse (Italienisch,Englisch und Deutsch)angeboten, sondern auch durch Ausflüge versucht, Geschichte näher zu bringen und zu veranschaulichen und das Allgemeinwissen zu erweitern. Die Reise nach Tirana, das Museum von Skanderbeg, die Reise in die Berge, aber auch die Umweltthemen waren für uns alle ganz besonders interessant. Für die Kinder und Jugendlichen ist es sehr schön, wenigstens für eine kurze Zeit sich als Kind oder Jugendlicher zu fühlen und einfach eine tolle und unbeschwerte Zeit mit anderen gleichaltrigen zu verbringen. Wir hoffen sehr,dass die positiven Erfahrungen, die die Kinder bei uns machen, sie für ihr weiteres Leben prägen werden.

Eine wichtige Aufgabe für uns ist es, deren Selbstbewusstsein aufzubauen, da viele gar kein Selbstbewusstsein haben und sich jetzt schon als Verlierer der Gesellschaft fühlen. Das Ziel unserer Arbeit ist es, ihnen beizubringen, dass man durch Fleiß vieles im Leben erreichen kann, wenn man es nur will. Wir hoffen sehr, dass sie die Möglichkeit bekommen, ein besseres, selbständiges Leben zu führen, dann hat sich die ganze Arbeit gelohnt!

Ein großes Dankeschön an alle, die das Jugendzentrum "ASTA" unterstützen!

Alfrida, Angela, Orieta, Lucia, Kola, Romila und alle Kinder und Jugendlichen


Finanziert wird "ASTA" von der Firma "OMICRON" in Klaus/Vorarlberg, dem Projekt "Schüler helfen Schülern" und vielen privaten Spendern.