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Jahresbericht 2014
 
Das Asta-Team freut sich, Ihnen wieder einen Jahresbericht präsentieren zu können, der einen Überblick über ein abwechslungsreiches und ereignisreiches Arbeitsjahr 2014 geben soll. Die kontinuierliche Arbeit in unserer Einrichtung steht dieses Jahr im Mittelpunkt des Berichtes, ergänzt mit besonderen Entwicklungen. Auf einige dieser Entwicklungen wollen wir gleich zu Beginn zum weiteren Verständnis kurz eingehen.
Das Jahr 2014 brachte große Veränderungen mit sich. Der Umbau der Küche, die neuen Stühle und Schränke, was durch den Solidaritätsfond der Kreuzschwestern in Hall/Tirol ermöglicht wurde, brachte neue Stimmung, verbesserte die Konditionen    

   


 
und erleichtert unsere tägliche Arbeit. Ein großes Dankeschön an Sr. Gertrud und ihre Mitschwestern für die Unterstützung.
Unsere Arbeit zeichnet sich durch tägliche Herausforderungen aus. Es fängt alles mit einem leckeren und gesunden Mittagessen an. Wir mussten die Essgewohnheiten der Kinder teilweise ganz umstellen und freuen uns, dass sie mittlerweile sehr gerne eine warme Mahlzeit essen.

   


 
Eine unserer Hauptaufgaben liegt darin, die Kinder täglich bei deren Schulleben zu unterstützen, dass die nur durch eine gute Ausbildung oder ein erfolgreiches Studium fähig sein werden, ein besseres Leben zu führen. als das der eigenen Eltern. Es werden wöchentlich verschiedene Kurse angeboten wie z.B. Computer-, Erste-Hilfe-, Tanz- und Italienischkurse.

   


 
Was uns ganz besonders am Herzen liegt ist der Muttertag. Wir feiern jedes Jahr mit allen Müttern am 8. März dieses Fest. Wir laden sie alle zu uns ein und reden beim gemütlichen Zusammensein über alle Problemen. Dazu gibt es immer leckeren Kuchen und Getränke. Es ist sehr wichtig den Müttern zuzuhören. Sie haben unendlich viele Probleme wie extreme Armut, gewalttätige Ehemänner und oft sind die Kinder der einzige Grund, der ihnen die Kraft zum Weitermachen gibt.  
Wir versuchen auch oft zu vermitteln, damit die Mütter eine Arbeit finden und haben immer ein offenes Ohr für sie.

   


 
Im Jahr 2014 ist in Albanien ein neues Problem aufgekommen. Viele Familien möchten aus Albanien fliehen. Wir haben versucht mit den Müttern und Vätern zu reden, aber man kann leider nur sprechen, Ratschläge geben und zuhören. Natürlich können wir die Menschen auch verstehen. In Albanien nhaben sie nichts zu verlieren. Sie haben keine Arbeit, kein Haus und keine Freunde. Sie hoffen auf ein besseres Leben im Ausland. Oft besuchen wir die Familien vor der Abreise. Wir sehen wie traurig es die Kinder macht, die Schule, die Freunde und das ganze Umfeld zu verlassen. Die Mütter legen jede Hoffnung auf das Leben im Ausland und wir sind traurig, weil wir wissen, dass die Erwartungen zu hoch sind und welche Enttäuschungen sie erwarten werden. Als wir die Familie von Kledi und Nilsa besucht haben, sagte die Mutter mit Tränen in den Augen:
Wenigstens werde ich in Deutschland von meinem Exmann nicht mehr gefoltert, kann meine Kinder gut ernähren und auch wenn ich eine Abschiebung bekomme, habe ich nichts zu verlieren. Wir können für ein paar Monate in einer freieren Welt leben !!!


 
Es war sehr hart, aber es ist leider so. Oft versteht man Flüchtlinge nicht, aber wenn man ihnen zuhört, wenn man sie kennenlernt und erfährt, dass sie aus einem Land geflüchtet sind, wo sie jeden Tag verprügelt werden, wo die Kinder oft abends nichts zu essen haben, wo jeder Beamte sie auslacht, weil sie keinen „männlichen Halt“ haben,  dann bleibt uns oft nur „das Schweigen“ übrig...
Unsere Aufgabe ist immer zuzuhören. Es gibt viele Fälle von Flüchtlingen, die zurückgeschoben wurden, so wie bei der Familie von Kledi und Nilsa. Sie haben 7 Monate in Deutschland verbracht und dannach wurden sie zurück geschickt. Sie konnten die Schule nicht weiter führen und mussten ein Jahr zu Hause bleiben. Deren einzige offene „Tür“ war das Asta Zentrum. Es wurde ihnen zugehört und wir haben uns alle sehr um die beiden gekümmert. Die Erfahrungen in Deutschland waren für die Familie sehr heftig.Die wurden von einem Asylantenheim zu einem anderen geschickt.Die Kinder sind traumatisiert zurückgekommen. Momentan kommen viele Familien zurück, die in Deutschland abgeschoben wurden. Das ist eine neue Herausforderung für uns, sie liebevolle aufzunehmen. Wir verurteilen sie nicht über die Entscheidung Albanien verlassen zu haben. Die Menschen hatten die Hoffnung in einer besseren Welt leben zu können. Es ist eine sehr schwierige Situation für die Familien in Albanien wieder Fuß zu fassen. Da versuchen wir ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.




   


 
Trotz allem gibt es ganz viele schöne Seiten, die es uns ermöglichen, das Jugendzentrum so erfolgreich zu führen. Wir denken da an die unzähligen Spender, ohne die der tägliche Betrieb nicht aufrecht erhalten werden könnte. Wir möchten an dieser Stelle keine Namen einzeln nennen, denn jede Hilfe, ob "Groß oder Klein" ist für uns sehr wichtig.

Ein ganz besonderer Dank geht jedoch an den Verein Crossing Borders (Fa. Omicron), an die Kinder und deren Lehrpersonen in den Schulen, die ständig Märkte….usw. organisieren, um uns zu unterstützen. Eure Wärme strahlt bis nach Albanien....

Vielen Dank an alle unsere  Mitarbeiter, alle Jugendlichen und vor allem den Eltern, die uns das Kostbarste, was sie haben - ihre Kinder - anvertrauen.

Wir, das ASTA-Team, hoffen und wünschen uns, dass wir das Projekt noch längere Zeit zusammen mit Ihrer Hilfe führen können, um den benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu einer besseren Zukunft verhelfen zu können.

Ihre Alfrida Alekaj und Angjela Luka